Archiv 2019 - Tristan_Schach

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Archiv 2019

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01.01.2019 Di

Ich wünsche allen ein schönes neues Jahr 2019 mit vielen interessanten Partien.

08.02.2019 ( Rüdiger )

Gestern Abend haben wir mit 4:2 in Eutin gewonnen. Wir hatten richtig Mühe um überhaupt eine komplette Mannschaft auf die Beine zu stellen. Am letzten Brett hatte sich netterweise Walter bereit erklärt, vier Tage vor seinem 88 Geburtstag mitzuspielen. Hut ab, toll dass er das gemacht hat und wir kein Brett freilassen mussten. Ich hätte Walter natürlich gerne wenigstens einen Teilerfolg gegönnt, aber er hatte wirklich einen starken Gegner. Er wehrte sich zwar tapfer, aber bereits als ich das erste Mal einen Blick auf seine Stellung war, war sein Damenflügel ordentlich zerfleddert und seine beiden Isolani waren anfällig und er hatte Schwierigkeiten, seine Figuren auf vernünftige Felder zu entwickeln. Er musste in der Folge zwei Bauern geben, geriet in unangenehme Fesselungen und konnte sich nicht entscheidend befreien. Nach dem Abtausch von einigen Figuren brach dann die Stellung zusammen und Walter musste aufgeben. Trotzdem noch einmal vielen Dank für die Unterstützung. Das hat uns wirklich geholfen.
Vor Walters Niederlage an Brett 6 gingen wir aber schon nach knapp einer Stunde durch Torsten an Brett 3 in Führung. Es war eine schöne Kombination, in der Torsten nach einem Springerzug plötzlich die Punkte h7 und f7 bedrohte, einmal mit Hilfe der Dame ein Matt und gleichzeitig gedeckt vom Turm ein sehr unangenehmer Angriff auf die Dame, so dass der Gegner gleich aufgab.
Danach konnten wir an den Brettern 4 und 5 durch Ecki und Günter zwei schöne Remis gegen nominell stärkere Gegner erreichen, ehe dann Walter aufgeben musste, so dass es 2:2 stand und nur noch die beiden ersten Bretter noch am Spielen waren, wo wir nominell deutlich überlegen waren. Dirk hatte Schwarz, aber sein Gegner konnte mit seiner holländischen Verteidigung wenig anfangen und ließ sich seinen schwarzen Läufer schön einmauern und spielte so faktisch mit einer Figur weniger. Somit sah das alles sehr gut aus. Später opferte sein Gegner eine Figur, um Gegenspiel zu erlangen, was ihm aber nur unzureichend gelang. Den Punkt konnte ich fast schon buchen, aber die konkrete Verwirklichung war dann doch schwieriger und langwieriger, als ich dachte.
Meine Partie sah zunächst auch ganz gut aus. Meine neue Eroffnung kannte mein Gegner anscheinend nicht und spielte Züge, die ich in den Videos der DVD nicht gesehen hatte. Dementsprechend hatte ich recht gute Angriffschancen am Königsflügel mit der offenen h-Linie und den vorgerückten Bauern, da ich lang rochiert hatte. Dann fand ich aber einfach keine guten Fortsetzungen, steckte einen Bauern ins Geschäft, um die Königsstellung aufzureißen und später sogar noch enen zweiten Bauern. Ich hatte inzwischen nur noch 20 Minuten für 18 Züge und wurde zusehenst nervös. Ich beschloß zu versuchen, irgendwie in ein Remis abzuwickeln. Ich konnte die Damen mit Bauerngewinn tauschen, aber mein Gegner konnte seine Zentrumsbauern in Bewegung setzen und plötzlich stand ich fast auf Verlust. Jetzt verbrauchte auch mein Gegner ordentlich Zeit, so dass wir beide richtig in Zeitnot kamen. Dabei hatte ich das glücklichere Händchen Ich konnte zwar zwei Bauern gewinnen und hatte somit einen Mehrbauern, aber meine Figuren standen dann so schlecht, dass ich eigentlich eine Leichtfigur verlieren musste, aber mein Gegner entschied sich glücklicherweise in Zeitnot dafür, den Turm für meine zwei Springer zu geben. Er hatte für die letzten drei Züge nur noch knapp eine Minute, so dass ich ihm dann noch zwei Bauern abluchsen konnte, so dass ich in einem Endspiel mit Turm und 3 Bauern gegen Läufer und Springer und einem Bauern landete. Da der gegnerische König weit von meinen Freibauern entfernt war, rechnete ich mir realistische Gewinnchancen aus. Direkt nach der Zeitkontrolle übersah ich einen einfachen Figurengewinn, weil ich unbedingt den letzten Bauern meines Gegners noch ergattern wollte. Natürlich habe ich es sofort gesehen, nachdem ich gezogen hatte, was ein Hammer. Netterweise kam ein zweiter Fehler meines Gegners hinterher und er gab auf. Da hatte ich richtig Massel.
Inzwischen war es kurz nach Mitternacht und Dirk war immer noch dabei, seinen Vorteil in einen Gewinn umzusetzen. Sein Gegner musste letztendlich doch Dirks Dame eindringen lassen und gab dann eine halbe Stunde später auf, womit unser 4:2 Erfolg in trockenen Tüchern war.

27.02.2019

Artikel aus dem Reporter:




31.03.2019 ( Rüdiger )

nachdem unsere Mannschaft zum Saisonabschluss noch einmal einen tollen 3,5:2,5 Auswärtssieg in Bad Schwartau eingefahren hat, haben wir in der Abschlusstabelle einen schönen dritten Platz belegt und sind damit noch auf dem imaginären Treppchen gelandet. Nachdem Ecki noch kurzfristig absagen musste, trat unsere Mannschaft sogar nur mit 5 Spielern an und musste zudem noch das Weißbrett 5 freilassen. Den Weißsieg von Dirk an Brett 1 konnten die Schwartauer mit ihrem DWZ-Riesen Heitmann (über 2000) gegen Wolfgang (M) noch ausgleichen. Unsere überragende Mitte mit Günter und Tristan fuhr überraschenderweise 1,5 Punkte gegen nominell deutlich stärkere Gegner ein und brachte uns damit auf die Siegerstraße. Den Sieg hielt dann Wolfgang (W) mit einem Schwarzsieg an Brett 6 fest, womit der kampflose Punkt an Brett 5 nicht mehr ins Gewicht fiel. Wirklich ein schöner Saisonabschluss.

01.05.2019 ( Alexander und Henning )

Hallo liebe Schachkollegen,
gestern waren wir von 11 bis 17 Uhr auf dem 1.Maifest am Niendorfer Hafen und haben Getränke verkauft. Leider war das Wetter sehr kalt und die Sonne kam erst später zum Vorschein. Da es nicht wie die letzten Jahre geregnet hat, war trotzdem so einiges los. Außerdem war es super, dass Melvin und Pascal ab 9 Uhr mitgeholfen haben. Ecki, der uns sehr gut unterstützt hat, sowie Wolfgang und Thomas waren vor Ort. Die Kinder hatten viel Spaß.

Henning und Alex

07.06.2019
Beim Schwartauer Schachjugendcup 2019 traten wir mit 5 Jugendlichen an. Gegen die starken Spieler vom LSV und SV Bad Schwartau, die teilweise eine DWZ von mehr als 1700 aufwiesen, hatten unsere Jungs ( Melvin, Leon, Mattes und Vsevolod sowie Johann ) keine große Chance. Melvin holte sich immerhin respektierliche 3 Punkte aus 7 Spielen und verbesserte seine vorläufige DWZ gleich um 51 Punkte auf 835.

13.06.2019 ( Bericht von Alexander )

Ich bitte euch im Namen der Jugend vom SV Strand in einem Wettbewerb von der Sparkasse Holstein uns zu unterstützen.
Wir haben uns dort für eine Ausrüstung in Form von Pullovern bzw. Hoodies für unsere Schachjugend beworben, für den ihr ab morgen abstimmen könnt.
https://trikotaktion.sk-holstein.de/projects/7129
Ab wann? Donnerstag, den 13. Juni um 8 Uhr
Bis wann? Dienstag, den 18. Juni um 12 Uhr

Ihr könnt jeden Tag wieder eine neue Stimme abgeben!

Ich danke euch für eure Unterstützung!

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Brandt
2. Vorsitzender
Im Nachhinein sei gesagt, daß die Mannschaft in die Auslosung kam und einen Satz Trikos gewonnen hat.

09.07.2019

Die Auslosung der nächsten Runde im Pokalturnier erfolgt nach dem noch ausstehenden letzten Spiel.

09.07.2019

Vorab schon einmal der Spielplan der kommenden Bezirksliga B Ost:


12.08.2019 ( Bericht von Alexander )

Dieses Jahr waren Pascal Denker und Mattes Jacob mit mir in Grömitz zur 21. Ostsee Jugendschach Open vom 28.07 bis 4.08.2019 und wir hatten sehr viel Spaß.
Insgesamt konnte sich Pascal 2 Punkte und Mattes 0,5 Punkte sichern. Vom Fußball spielen, Tischtennis, Minigolf sowie fast jeden Tag am Strand war alles dabei.
Die Kinder waren sehr zufrieden mit der Woche und auch ich könnte mir vorstellen nächstes Jahr wieder als Betreuer dabei zu sein.

16.08.2019

Nachfolgend die Meldeliste für die kommende Bezirksliga:



Termine :
Am 18.08.2019 findet am Seepferdchenplatz in Timmendorfer Strand ein Kinderfest statt. Der Platz ist in der Nähe des Sealife. Wir sind mit einem Stand vertreten.
Am 21.08.2019 um 17:00 Uhr findet die Trikotübergabe durch die Sparkassenaktion in Eutin statt. Henning und Alexander nehmen sie entgegen.

25.09.2019 ( Bericht von Alex )

Bericht von den ersten Runde der Jugendbezirksklasse A Ost gegen SV Bad Oldesloe 3

Unsere Hin- und Rückrundenpartie gegen den SV Bad Oldesloe 3 stand am 22.09.2019 an. Zusammen mit Melvin, Pascal, Leon, Henning und mir haben wir die Reise nach Bad Oldesloe angetreten. Angekommen in Oldesloe mussten wir feststellen, dass 2 Spieler bei Oldesloe fehlten und wir somit schon 2 Punkte in der Hin- und Rückrunde sicher hatten. Also spielten nur Pascal und Leon an Brett 3 und 4. Die erste Runde konnte Leon für sich entscheiden und Pascal musste sich geschlagen geben. Somit konnten wir 3,0 : 1,0 gewinnen. In der "Rückrunde" haben wir dann in der selben Konstellation gespielt und Pascal konnte diesmal gewinnen. Hingegen musste Leon leider einen halben Punkt abgeben. Somit konnten wir auch die zweite Partie mit 3,5 : 0,5 gewinnen. Somit stehen wir nach Runde 1 auf Platz 2 und spielen am 10.11 Zuhause gegen Lübecker SV 7.

Alex

Weitere Informationen unter Ergebnisdienst

09.10.2019 ( Bericht von Rüdiger zum ersten Bezirksligaspiel gegen Fehmarn )

Moin Männer,

gestern haben wir mit einem 4:2 Heimsieg einen guten, wenn auch sehr glücklichen, Einstand in die neue Saison gefeiert.Wir haben kein einziges Spiel verloren und Dirk und Wolfgang (W) konnten ihre Spiele gewinnen, also ein glatter 4:2 Sieg.Sieht richtig souverän aus, war es aber tatsächlich überhaupt nicht. Nachdem was ich so an den verschiedenen Brettern während des Spieles, insbesondere auf meinem eigenen Brett, gesehen habe, ging ich eigentlich von einer Niederlage aus.

Unsere Gegner waren sehr früh im Spiellokal, da auf der Homepage 19:00 Uhr als Spielbeginn angegeben war. Inzwischen hat der Staffelleiter für die zweite Runde einen Hinweis eingetragen, dass sich der Spielabend und der Rundenbeginn immer nach dem gastgebenden Verein richten und daher meist erst um 19:30 Uhr begonnen wird. Auf jeden Fall waren unsere Gäste früh im Wennhof, wenn auch nur mit fünf Spielern. Sie wollten angeblich das erste Brett freilassen. Als ich diesbezüglich beim Mannschaftsführer noch einmal nachfragte, sagte er mir, dass Jan Haserodt sich nicht gemeldet hätte und er deshalb davon ausgeht, dass er nicht kommt. Da die Fehmeraner davon ausgingen, dass wir schon um 19:00 Uhr beginnen wollten, ging ich letztendlich dann auch davon aus, dass mein Gegner nicht kommen würde und freute mich schon, dass Walter noch kam und wir vereinbarten uns spontan, unser Vereinsmeisterschaftsspiel nachzuholen.

Als es dann losging und ich mit Walter die ersten Züge gespielt hatte, kam mein Gegner 10 Minuten nach Rundenbeginn doch noch. Damit mussten wir diese Partie abbrechen und es ging für mich dann mit etwas Verspätung auch los, wobei mein Gegner dann "freundlicherweise" auch nicht die Eröffnung spielte, auf die ich mich intensiv vorbereitet hatte. Er spielte einen ruhigen Aufbau mit d4 und dann g3/Lg2/Sf3/0-0, so dass alle Figuren zunächst auf dem Brett blieben. Wir bauten uns ordentlich auf und ich glaubte dann eine Möglichkeit zu entdecken, mit dem Bauerntausch dxc4 über die dann offene B-Linie etwas Aktivität bekommen zu können. Wie sich dann herausstellte, war das doch keine so gute Idee. Meine Aktivität blieb aus und mein Gegner drohte auch noch e4 duchzusetzen und mich dann bei vollem Brett langsam zusammen zu schieben. Keine schöne Aussicht.

An den anderen Brettern sah es bis dahin ganz ordentlich aus. Dirk spielte sein bevorzugtes System und bekam schönen Druck auf die Königsstellung des Gegners mit festgelegtem Zentrum und der offenen F-Linie. Das stimmte zuversichtlich. Wolfgang (M) stand an Brett 3 solide und schien alles im Griff zu haben. Bei Torsten ging es etwas lebhafter zu. Er schien gute Aussichten auf einen Königsangriff zu haben, aber der Gegner entfaltete etwas Druck auf den rückständigen B-Bauern und Torsten konnte die offene C-Linie nicht so recht nutzen. Bei Eckie war wieder ordentlich Bewegung auf dem Brett. Gleich in der Eröffnung tauschte der Gegner auf g6 und nach dem Schlagen mit dem H-Bauern hatte Eckie die offene H-Linie für einen möglichen Angriff auf den gegnerischen König, musste aber lang rochieren und stand am Damenflügel doch sehr beengt und hatte kaum Platz zum Manovrieren seiner Figuren. Prognosen waren da wirklich schwierig. Wolfgang (W) hatte sich solide aufgebaut, bekam aber einen Isolani auf der D-Linie, was ja mal eine Schwäche, mal eine Stärke sein kann.

Nach knapp zwei Stunden wurde die Sache dann langsam klarer. Zunächst sah es bei mir ganz und gar nicht gut aus. Ich versuchte mit taktischen Mitteln das gegnerische e4 mit dem Superzentrum c4/d4/e4 zu verhindern, aber das gelang mir letztendlich leider doch nicht. Da mein Gegner sehr gerne positionell spielt und mir mehr das taktische Spiel liegt, waren das wirklich keine guten Aussichten. Nach einigem lavieren zog mein Gegner mit dem falschen Turm nach c1, so dass sich mir die Chance zu einem Springeropfer mit anschließendem forcierten Abtausch bot. Ich bekam Turm, Springer und zwei Bauern für meine beiden Läufer und einen Springer. Materiell war das eigentlich auch in Ordnung, aber wenn man g6 gespielt hat, muss man sich immer genau überlegen, ob man den schwarzen Läufer abtauscht, wenn das entsprechende Gegenüber noch auf dem Brett ist. Aber mir war die Aussicht auf das materielle Ungleichgewicht und auf taktische Möglichkeiten lieber, als den zu erwartenden langsamen Untergang. Allerdings schien es so, als ob ich den langsamen gegen den schnellen Untergang eingetauscht hätte. Natürlich war bei dem Abtausch einiges zu berechnen und ich ging davon aus, dass mein Gegner seinen d4-Isolani nicht vorziehen konnte, aber das erwies sich als Fehleinschätzung. Meine Figuren standen einfach nicht aktiv genug und das Läuferpaar des Gegners hatte, in der nun offeneren Stellung, richtig viele Möglichkeiten.

An den anderen Brettern waren jetzt auch schon eher Tendenzen auszumachen. Dirk hatte irgendwie die Qualität gewonnen, dafür aber ein oder zwei Bauern eingebüßt. Er hatte Druck auf die gegnerische Königsstellung, aber es waren immer noch viele Figuren auf dem Brett, aber die Stellung sollte Dirk eigentlich liegen. Hier sah es eher nach einem vollen Punkt für uns aus. Wolfgang (M) hatte inzwischen eine schöne Fesselung des gegnerischen Springers durch seine Dame erreicht und es sah auch so aus, als ob er die offene D-Linie mit seinen Türmen würde besetzen können. Auch hier ein Plus für uns. Bei Torsten ging es relativ wild zu. Letztendlich konnte er einen Bauern gewinnen, musste aber auch eine Art Generalabtausch zulassen, so dass nur noch die Damen und jeweils ein Springer auf dem Brett blieben. Inwieweit der Mehrbauer für den Gewinn ausreicht, war nicht klar auszumachen. Bei Eckie sah es eher schlecht aus. Er hatte die Qualität verloren und seine Figuren standen etwas unglücklich. Allerdings konnte er seine Türme auf der halboffenen H-Linie verdoppeln. Wenn er irgendwie die Bauerndeckung vor dem gegnerischen König lockern könnte, ging da vielleicht noch irgendetwas. Bei Wolfgang (W) hatte sich ein Turmendspiel ergeben, allerdings mit einem Minusbauern für Wolfgang. Außerdem hatte der Gegner, im Gegensatz zu Wolfgang einen Freibauern am Damenflügel. Das sah eher schlecht aus.

Nach drei Stunden stand ich gefühlt total auf Verlust. Meine Stellung schien mit jedem Zug schlechter zu werden. Ich verbrauchte zudem ewig viel Zeit, um das brüchige Gebilde irgendwie zusammen zu halten. Aktive Züge machte dabei nur mein Gegner. Das versuchte ich zwar irgendwie zu ändern, bekam es aber zunächst nicht hin. Zwischenzeitlich hatte Wolfgang (M) an Brett 3 Remis gemacht. Sein Gegner konnte letztendlich doch ausgleichen, so dass sich beide auf Remis einigten. Das nächste Remis folgte an Brett 4. Torsten ließ Damentausch zu, konnte seinen Mehrbauern aber nicht vewerten.  Dirks Gegner hatte sich mit Minusqualität aber mit zwei Mehrbauern und total festgelegtem Damenflügel eingeigelt. Die A-Linie war zwar offen, so dass Dirk mit seinem Turm ins gegnerische Lage eindringen konnte, aber aufgrund der ungeleichfarbigen Läufer konnte er die beiden Bauern am Beginn seiner Bauernkette halten. Sein Springer und die beiden Bauern am Königsflügel sorgten dafür, dass Dirks König außen vorblieb. Solange Dirks Gegner nur mit dem König hin und her zog, schien kein Fortschritt möglich. Vermutlich würde es hier bei einem Remis bleiben. Eckie hatte seinen Figuten ein wenig Luft verschafft, aber die offenen Linien ließen die gegnerischen Türme mehr ins Spiel kommen. Auf der Grundlinie drohte dementsprechend Ungemacht, aber Eckie hatte weiter Chancen den gegnerischen König zu attackieren. Hier war jedes Ergebnis möglich. Wolfgang (W) stand inzwischen klar auf Verlust. Sein Gegner war mit König und Freibauern auf dem Weg zur Umwandlung, während der Turm Wolfgangs König daran hinderte einzugreifen. Wolfgangs Turm konnte zwar den ein oder anderen Bauern am Königsflügel schlagen und ebenfalls einen Freibauern bilden, aber der würde deutlich zu spät kommen.

Inzwischen bekam ich richtige Zeitnot und ich entschied mich, radikalere Maßnahmen zu treffen. Ich schlug einen gegnerischen Bauern und war bereit, die Qualität für die Aktivierung meines Turms auf H8 und zwei verbundene Freibauern zu geben. Immerhin hättte ich dann zwei Bauern für die Figur und vielleicht ging ja noch was, wenn die Mattdrohungen durch Reduzierung des Material vom Tisch wären. Mein Gegner entschied sich aber, das Qualitätsopfer nicht anzunehmen und zog seinen Läufer zurück, was mir einen Springerausfall mit einer Mattdrohung ermöglichte. Die konnte mein Gegner zwar problemlos abwenden, aber ich bekam plötzlich meinen Turm aktiviert und jetzt sah die Sache plötzlich ganz anders aus. Allerdings hatte ich nur noch 12 Minuten für 14 Züge und damit reichlich Gelegenheit, irgend einen Einsteller zu produzieren. Plötzlich kam Wolfgang (W) vorbei und meldete, dass er den vollen Punkt eingefahren hatte! Wie er das hinbekommen hat, ist mir ein Rätsel, aber das ist auch egal. Plötzlich lagen wir in Führung und ich bekam zusehends Oberwasser. Ich konnte einen weiteren Bauern gewinnen und den schwarfeldrigen Läufer für meinen Springer tauschen. Nachdem ich dann den letzten Turm des Gegners auch noch tauschen konnte, verblieb ich mit Dame, Turm und 6 Bauern gegen Dame, Läufer  und Springer mit 3 Bauern. Vielleicht wollte es mein Gegner zu schön machen und war zusehr auf den finalen Königsangriff fixiiert, jedenfalls gelang es mir eine Stellung herbeizuführen, in der sowohl sein Springer durch meine Dame als auch sein Läufer durch meinen Turm gefesselt waren und nicht ziehen konnten. Wenn er versuchen sollte, die Fesselung durch die Dame aufzuheben, würde ich beide Leichtfiguren für den Turm erhalten und mit den Mehrbauern leicht gewinnen können. Wenn er mit dem König aus der Fesselung gehen würde, würde ich den Läufer einfach mit dem Turm schlagen können und er hätte keine Möglichkeit mich matt zu setzen (jedenfalls habe ich keine gesehen), bevor ich ihn würde matt setzen können. Wahnsinn. Ich hatte zwar nur noch 1 Minute und 32 Sekunden auf der Uhr, für die letzen 6 Züge, aber die waren einfach zu finden. Natürlich hatte mein Gegner die Möglichkeit Dauerschach zu geben, so dass ich ihm Remis anbot. Wenn er aber mehr wollte, war ich mir sicher, dass er dann verlieren würde.

Mein Gegner hatte noch 40 Minuten Zeit und die nahm er sich dann auch. Er gab immer mal wieder ein Schach, vielleicht auch um zu sehen, ob sich mit der veränderten Königsstellung irgendetwas ergab oder ob ich vielleicht versuchen würde, mit dem König zu entwischen, was keine gute Idee gewesen wäre. Ich zog einfach nur von F7 nach F8 und wieder zurück und verbrauchte dementsprechend für die nächsten vier Züge nur jeweils eine Sekunde. Mit 1 Minute und 28 Sekunden auf der Uhr war ich mir sicher, dass ich keine Schwierigkeiten haben würde, die nächsten beiden Züge entspannt zu machen. Auf die anderen Bretter konnte ich natürlich nicht mehr schauen, so dass ich nicht mitbekam, was sich bei Eckie tat. Ich schielte ab und zu rüber zu Dirk, aber auf dem Nachbarbrett schien sich nichts Entscheidendes zu tun. Letztendlich musste mein Gegner dann in das Remis einwilligen. Schach ist schon ein verrücktes Spiel. Ich bin mir sicher, dass mein Gegner den Sieg mehrfach irgendwo liegen ließ, aber umso mehr freut es mich, dass es noch mit einem Remis geklappt hat.

Als ich mir dann Eckies Brett ansah, musste ich feststellen, dass die eingestellte Zeit auf den elektronischen Schachuhren nach der Zeitkontrolle 1 Stunde draufgeschlagen hatte und nicht 30 Minuten. An Dirks Brett war das ebenfalls der Fall, so dass wir die Zeit um 30 Minuten reduzieren mussten. Ich habe den gegnerischen Mannschaftsführer informiert und ihn gebeten, bei Dirk die elektronische Uhr gegen eine mechanische Uhr auszutauschen und die Restzeiten entsprechend anzupassen. Ich habe das bei Eckie gemacht. Das war natürlich sehr ärgerlich und ich hatte auch den Eindruck, dass dies Eckie schon etwas durcheinander gebracht hat, da er plötzlich nur noch 23 Minuten für den Rest der Partie hatte. Das war eigentlich ausreichend Zeit, aber er war danach irgendwie etwas panisch, was die Zeit anbetraf und das ist beim Schachspielen nicht wirklich förderlich. Umso höher muss man ihm anrechnen, dass er im Spiel weiterhin aktive Züge gefunden hat. Leider hat er einen Zug zu spät mit seinem Läufer ein Schach gegeben, aber danach ging an diesem Brett ohnehin alles drunter und drüber. Im weiteren Verlauf fingen beide Spieler an zu blitzen und dabei war das Spiel abwechselnd mal für den einen, mal für den anderen total gewonnen, ohne dass es einer der beiden letztendlich ausnutzen konnte. In der Schlussstellung hatte Eckie eine Dame und einen Bauern gegen Turm und Bauer. Allerdings stand der gegnerische weiße Bauer auf H7 und der weiße Turm auf der H-Linie. Eckies Dame stand auf H8, so dass der Bauer nicht einziehen konnte und sein Bauer war soweit vorgerückt, dass er ihn mit dem König decken musste und den Schachgeboten von der Seite ausgesetzt war. Sobald er aus dem Schach raus war, drohte der Bauer verlustig zu gehen und wenn er ihn decken wollte, bekam er wieder ein Schach, so dass dieses chaotische Spiel dann gerechterweise nach mehrmaliger Stellungswiederholung Remis endete.

Damit blieb nur noch das Spiel von Dirk übrig. Wir führten 4:3 und das Remis war eigentlich sicher, so dass der Mannschaftssieg nicht mehr in Gefahr schien. Allerdings war auch nicht zu erkennen, wie Dirk das Spiel noch gewinnen sollte. Letztendlich lavierten beide Spieler herum, bis beide nur noch 2.3 Minuten auf der Uhr hatten. Dann ließ sich Dirks Gegner plötzlich doch verleiten, nicht mehr nur mit dem König, sondern mit seinen Figuren zu ziehen. Dabei stellte er sie so unglücklich, dass er plötzlich zwangsläufig einen Offizier einbüßte. Er versuchte dann noch kurz, mit dem König auf dem Damenflügel zu wandern und Dirks Bauernkette anzugreifen, um selbst einen Freibauern zu bilden, aber Dirk hatte zwischenzeitlich einen Bauern durchgebracht und mit der Dame konnte er seinen Gegner zu Aufgabe zwingen. Das war für den Gegner sicherlich sehr früstrierend, aber bekanntermaßen kann Schach auch sehr grausam sein.
Wir haben auf jedenfall damit noch einen relativ klaren Sieg eingefahren, auch wenn das Glück an diesem Tag sicherlich vor allem auf unserer Seite stand.
Nachfolgend noch die offizielle Ergebnismeldung von der Homepage.

Gruß Rüdiger

02.11.2019

Unsere Mannschaft verlor ihr Bezirksmeisterschaftsspiel in Travemünde mit 2 zu 4. Dirk an Brett 1 gewann sein Spiel, Günter an Brett 4 und Tristan an Brett 5 holten remis. Nach Aussagen des Travemünder Spielers an Brett 3 gegen Torsten hat er mit seinem Sieg Glück gehabt, Torsten patzte einmal entscheidend und Eckhard an Brett 6 wähnte sich in Zeitnot, obwohl er kurz vor der Phase war, an der man 30 Minuten gutgeschrieben erhält. Leider fand er in aussichtsreicher Position nicht die richtigen Züge. Sein Gegner hingegen machte Druck und gewann Eckhards Dame und kurz danach das Spiel. Wolfgang an Brett 2 meinte, er habe einmal den falschen Zug gesetzt und kam dadurch ins Hintertreffen. Näheres unter Ergebnisdienst/Bezirksliga oder
https://schachverband-sh.de/de/bezirksliga-b-ost-2.

04.11.2019

Am kommenden Freitag findet der letzte Termin für unsere Vereinsmeisterschaft statt. Leider sind jetzt noch incl. Pokalturnier 15 Partien rückständig. Von einigen weiß ich mündlich, daß für ihr ausstehendes Spiel schon ein Nachholtermin vereinbart wurde. Schriftlich habe ich nichts erhalten. Vielleicht bringe ich noch einmal unsere Turnierordnung in Erinnerung ( nachzulesen auf der Homepage unter Vereinsstruktur ). Hiernach dürfen bis auf Ausnahmen nur drei Spiele rückständig sein. Drei Spieler liegen zur Zeit darüber. ( Urban 5, Brandt, Weingarten je 4, Schröder, Schulze, Storbeck je 3, Loffhagen, Schmidt, Seletzkie je 2, Richter, Münsterberg je 1 ). Da die Gründe für nicht stattgefundene Spiele sehr unterschiedlicher Art sind und teils ja gut nachvollziehbar und verständlich sind ( Krankheit, Urlaub, berufliche oder private Gründe ) , möchte ich die Frist zum Nachholen der ausstehenden Spiele festlegen. Dazu gebt mir bitte die Termine auf, die ihr vereinbart habt. Ist jemand in der Vergangenheit unentschuldigt nicht zum Spiel erschienen und ein Nachholtermin nicht vereinbart wurde, könnt ihr mir auch das bitte aufgeben. Das Spiel wird entsprechend gewertet. Die ausstehenden Spiele sollen in jedem Fall weit vor der Hauptversammlung erledigt sein. Laut Turnierordnung wäre das tatsächlich der jetzt kommende Freitag.

Auszug aus der Turnierordnung :
3.2 Nachholpartien
Der Spieler, der einen oder mehrere Spieltermine nicht wahrnehmen kann, hat grundsätzlich seinen Gegner davon zu informieren und sofort einen Nachholspieltermin zu vereinbaren. Sollte er seinen Gegner nicht erreichen können, hat er den Turnierleiter über die Spielabsage zu informieren. Der Nachholtermin ist dem Turnierleiter mitzuteilen.Sollte ein Teilnehmer sich nicht bei seinem Gegner oder einem Dritten abmelden, wird die Partie für ihn als Verlust gewertet. Ausnahmen sind nur mit Einverständnis des Gegners möglich. Jeder Teilnehmer der Vereinsmeisterschaft darf maximal 3 Nachholpartien ansammeln.Eine Sonderregelung hierfür ist nur im Krankheitsfall in Absprache mit dem Turnierleiter möglich. Sämtliche Nachholpartien in jeder Gruppe ( Vor-und Endrunde ) sind vor dem letzten Spieltag auszuführen.


04.11.2019

Heute erfuhr ich, daß der Wennhof nicht letzten Freitag geschlossen hatte, sondern es betrifft den jetzt kommenden ( 08.11.2019 ) Freitag, an dem der Wennhof wegen einer Feier geschlossen hat. Somit entfällt auch der Termin Vereinsmeisterschaft. Parallel verschicke ich das noch einmal als Mail. Den gesamten Spieltag verschieben wir auf den 15.11.2019.

10.11.2019 ( Eckhard )
unsere Jungs haben das erste Spiel gegen Lübeck 0:4 verloren, im Rückspiel aber ein beachtliches 2:2 erzielt.


 
 
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